RFS kritisiert die provokante Installation am Ehrenmal und den Bruch der Universität mit ihrer Geschichte

Innsbruck (OTS) – Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU) präsentiere am Freitag die Neugestaltung des Ehrenmals vom äußerst umstrittenen Aktionskünstler Wolfgang Flatz der Öffentlichkeit. Das Ehrenmal wurde mit blutverschmierten Schriftzügen, die „welche“ Ehre, „welche“ Freiheit und „welches“ Vaterland fragen, verunstaltet. Dem Adler wurde eine weiße Rose zu Füßen gelegt.
Der RFS deponiert klar seinen Protest gegen diese Verschandelung. Für den RFS-Landesobmann Fabian Walch stellt dieses einen Bruch der Universität mit ihrer Geschichte dar und sieht einen Tiefpunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten. Walch differenziert aber und greift die Provokation gerne auf: „Die weiße Rose als Symbol für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus finde ich gelungen und stimmig. Wenngleich die Frage bleibt, ob dies unbedingt am historisch völlig unbelasteten Ehrenmal angebracht werden musste. Anders stellt es sich mit der blutverschmierten Schrift dar, die eine einzige Verschandelung ist.“

Walch fragt sich, ob die Universität Probleme mit den Begriffen, Freiheit, Ehre und Vaterland hat. Wenn ja, will er wissen warum: „Will die Universität behaupten, dass wir in einer ehrlosen Republik leben? Will die Universität behaupten, dass wir eine unfreie Demokratie haben? Und woher bezieht die Universität ihre Gelder, wenn sie das Vaterland leugnen will?“
Welche Freiheit? „Für uns ganz klar die erkämpften Freiheitsrechte, für welche die freiheitlichen Studenten zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kämpften. Die Freiheitsrechte sind Grundfeste unseres demokratischen Gemeinwesens. Wir beobachten mit Sorge, dass sich gerade die Universität instrumentalisieren lässt und kritisieren, dass besonders die Meinungsfreiheit massiv unter Druck geraten ist.“

Welche Ehre? „Auch das fragen wir uns. Wir schämen uns stellvertretend für das, was aus unserer Alma Mater geworden ist, nämlich eine Brutstätte für linksextremistisches Gedankengut und ein Rekrutierungsreservoir für zerstörerische Politströmungen. Dort schaut die Universität wortlos zu und entehrt sich damit selbst.“

Welches Vaterland? „Das hat sich in der Geschichte der Universität durchaus geändert. Dennoch ist allen klar, dass unsere Heimat Österreich gemeint ist. Dem widerspricht auch die Anerkennung der Tatsache nicht, dass wir Teil des deutschen Sprach- und Kulturraumes sind und natürlich auch zur europäischen Völkerfamilie gehören. Die Universität scheint dieses Faktum allerdings negieren zu wollen.“

Abschließend fordert der RFS die Universität auf, den wissenschaftlichen Diskurs in dieser Causa nicht länger zu scheuen.