Faßmanns ‚neutrales‘ Semester entpuppt sich als Farce!

Wien (OTS) – Aufgrund der aktuellen COVID-19-Ausnahmesituation, welche gerade die Studentenschaft hart trifft, erwog Bildungsminister Heinz Faßmann vor wenigen Tagen das laufende Sommersemester in ein „neutrales“ Semester umzuwandeln. Maßnahmen zur Linderung existenzieller Nöte der Studenten sind dabei jedoch keine vorgesehen. Auch uniko-Präsidentin Sabine Scheidler sieht keinen weiteren Handlungsbedarf.

RFS Bundesobmann Lukas Heim rügt die Realitätsferne von Faßmann und Steidl und fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket: „Dieser erste Entwurf eines ‚neutralen‘ Semesters ist ein Ausdruck notorischer Blindheit gegenüber existenziellen Nöten der Studentenschaft. Vielmehr muss nun ein umfassendes Paket geschnürt werden, das vom Erlass der Studiengebühren über eine Außerkraftsetzung der regulären Frequenz an Prüfungsaktivitäten bis hin zu einem zusätzlichen Toleranzsemester reicht.“

Auch die ÖH, welche zwar ähnliche Forderungen verlautbart, eigene Akzente zu setzten jedoch beflissen unterlässt, kritisiert Heim: „Die aktuell hysterisch propagierten Forderungen der ÖH zeigen die Scheinheiligkeit der Vertreter dieser Institution auf. Diese sind angehalten zuerst selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und die ÖH-Zwangsgebühren an die Studentenschaft zu refundieren. Das gebetsmühlenartig wiederholte Mantra der Solidarität soll schließlich keine inhaltsleere Floskel bleiben, sondern in Zeiten der Not auch eingelöst werden!“